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Die     Veranstaltung     „Frauen     nach Krebs“     im     „Hotel     Ratskeller“     in Salzgitter-Bad           wurde           vom Arbeitskreis      Krebshilfe      Salzgit ter mit    finanzieller    Unterstützung    aus der   Spenden-Aktion   der   SZ-Zeitung „Das   goldene   Herz“   ausgerichtet.   Als Referentin   konnte   Frau   Birte   Werk - meister     (Selbsthilfebeauftragte     der Onkologischen    Rehabilitationsklinik Bad   Oexen)   gewonnen   werden.   Sie referierte über das Leben mit der Di-
agnose Brustkrebs, sowie über Nach- sorge und psychosoziale Aspekte. Die   Themen   ihres   interessanten   und kurzweiligen   Vortrages   waren:   „Vor - beugung    und    Umgang    mit    einem Armlymphödem“,         „Medizinische Mikropigmentierung“   um   ein   natürli - ches Aussehen der Brustwarze herzu - stellen,   „Tätowierungen   mit   Henna“ um   auch   für   sich   selber   ein   gefälliges Aussehen zu erreichen, „Partnerprob - leme   und   Unlust   nach   Chemothera - pie“,   Das   Müdigkeitssyndrom   „Fati - gue“       lässt       sich       nicht       durch vermehrten  Schlaf beheben. Für  eine
Behandlung   sollte   immer   mit   einem Arzt     gespro chen     werden.     Unter- stützend   kann   man   selbst   etwas   tun, indem      man      seine      Tages-      und Wochenabläufe     nicht     zu     stressig gestaltet.      Massagen      und      leichte sportliche   Betätigung   (z.B.   Qigong) können    auch    hilfreich    wirken.    Um „Hitzewallungen“        entge gen        zu wirken,   sollte   man   genügend   trinken (z.B.   Salbeitee).   Hilfreich   sind   auch Salbeitabletten.     Leichte     sportli che Aktivitäten   helfen   die   Symptome   zu lindern.    Kaffee    und    Alkohol    nach Möglichkeit    meiden    und    Medika - mente nur nach Absprache mit seinen behandelnden      Ärzten      einnehmen. Des   Weiteren   hat   Frau   Werkmeister über   mögliche   Folgen   von   Bestrah - lungsschäden    sowie    deren    Behand - lung und Pflege hingewiesen und gab wertvolle   Tipps   zur   Behandlung   von Nagelveränderungen   und   zur   Pflege der   Operationsnarben.   Die   aufmerk - samen    Zuhörer    notierten    sich    viele der Anregungen und Hinweise für die persönliche    häusliche    Anwendung. Bei   allen   Krebserkrankungen   ist   die psychische    Verfassung    fast    immer stark   beeinträchtigt.   Frau   Werkmeis - ter    erläuterte,    dass    die    Erkrankung dem   Patienten   viel   Energie   raubt   und es   deshalb   wichtig   ist,   seinen   inneren „Akku“   wieder   aufzuladen.   Das   kann durch     ausreichenden     Schlaf     und wohltuende      Freizeitgestaltung      mit Fa milie      und      Freunden      erreicht werden.   Wichtig   bei   Allem   ist,   den Spaß   an   den      kleinen      und      schönen Dingen des Lebens nicht zu verlieren.
Nachsorge und psychosoziale Aspekte
Birte Werkmeister  - Selbsthilfebeauftragte (Onkolo gische Rehabilitationsklinik Bad Oexen)
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©  Arbeitskreis Krebshilfe Juni 2019